Mehr Sichtbarkeit für professionelle Coaching-, Beratungs- und Mentaltraining-Kompetenz
Die Schweizer Bildungslandschaft erhält ab dem 1. Oktober 2026 eine wichtige Neuerung: Mit der Einführung der Titelzusätze „Professional Bachelor“ und „Professional Master“ wird die höhere Berufsbildung sichtbarer und international verständlicher.
Für Sport Mental Trainer:innen, betriebliche Mentor:innen, Coaches, Supervisor:innen und psychosoziale Berater:innen ist dies mehr als eine formale Anpassung. Die neuen Titel bieten die Chance, vorhandene Qualifikationen klarer zu kommunizieren und den eigenen professionellen Hintergrund gegenüber Klientinnen, Klienten, Unternehmen und Auftraggebern besser sichtbar zu machen.
Mit dem Massnahmenpaket des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) zur Stärkung der höheren Berufsbildung werden die Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master» eingeführt. Der Bundesrat hat am 24. Juni 2026 entschieden, dass die Änderung des Berufsbildungsgesetzes sowie die entsprechenden Anpassungen der Berufsbildungsverordnung per 1. Oktober 2026 in Kraft treten.
Warum dieses Thema für Sport Mental Trainer:innen wichtig ist
Der Markt für Coaching, Mentaltraining und Beratung wächst stetig. Gleichzeitig wird es für Kundinnen und Kunden immer schwieriger, die Qualität und Seriosität von Angeboten zu beurteilen. Zwischen Wochenendseminaren, Zertifikatskursen und eidgenössisch anerkannten Weiterbildungen bestehen grosse Unterschiede bzgl. nachgewiesenen Kompetenzen. Diese Unterschiede waren bislang jedoch nicht immer leicht erkennbar. Die neuen Titelzusätze schaffen hier mehr Orientierung. Sie verdeutlichen, dass bestimmte Abschlüsse zur höheren Berufsbildung auf Tertiärstufe gehören und damit auf einer anspruchsvollen, eidgenössisch geregelten Qualifikation basieren. Gerade in den Bereichen Mentaltraining, Coaching und Beratung, in denen Vertrauen eine zentrale Rolle spielt, kann dies die professionelle Positionierung nachhaltig stärken.
Welche Abschlüsse erhalten welchen Titelzusatz?
Für viele Fachpersonen in der Coaching- und Beratungsbranche sind insbesondere folgende Abschlüsse relevant:
Eidg. Fachausweis Betriebliche/r Mentor:in
Ab dem 1. Oktober 2026: Betriebliche/r Mentor:in mit eidg. Fachausweis, Professional Bachelor
Betriebliche Mentor:innen begleiten Lern-, Entwicklungs- und Veränderungsprozesse von Einzelpersonen und Gruppen in beruflichen und organisationalen Kontexten. Für Sport Mental Trainer:innen ist dieses Berufsprofil besonders anschlussfähig, weil auch im sportlichen Umfeld mentale Stärke, Selbstreflexion, Zielorientierung und persönliche Entwicklung eine zentrale Rolle spielen. Die eidgenössisch anerkannte Qualifikation macht sichtbar, dass diese Begleitung auf einer fundierten, praxisorientierten Ausbildung der höheren Berufsbildung basiert. Dadurch können Sport Mental Trainer:innen ihre Kompetenzen im Bereich Prozessbegleitung, Ressourcenaktivierung und lösungsorientierter Gesprächsführung gezielter einsetzen und sich gegenüber Sportler:innen, Vereinen, Teams und Auftraggebern professioneller positionieren.
Eidg. Dipl. Supervisor:in/Coach
Ab dem 1. Oktober 2026: Supervisor:in/Coach mit eidg. Diplom, Professional Master
Dieser Abschluss gehört zur höheren Fachprüfung und unterstreicht ein Berufsprofil, das für Sport Mental Trainer:innen von besonderem Mehrwert ist: Er verbindet fundierte Coaching- und Supervisionskompetenzen mit der Fähigkeit, Entwicklungs-, Veränderungs- und Reflexionsprozesse professionell zu begleiten. Dadurch können Sport Mental Trainer:innen ihre Arbeit nicht nur im individuellen Mentaltraining, sondern auch in der Zusammenarbeit mit Teams, Vereinen, Organisationen und Auftraggebern klarer positionieren. Die Qualifikation stärkt die fachliche Glaubwürdigkeit, erweitert das berufliche Einsatzfeld und macht sichtbar, dass mentale Begleitung im Sport auf einem hohen praxisorientierten Kompetenzniveau erfolgen kann.
Eidg. Dipl. Psychosoziale/r Berater:in
Ab dem 1. Oktober 2026: Psychosoziale/r Berater:in mit eidg. Diplom, Professional Master
Die höhere Fachprüfung bestätigt umfassende Kompetenzen in professioneller Beratung, Begleitung und Prozessgestaltung. Für Sport Mental Trainer:innen kann dieses Berufsprofil einen besonderen Mehrwert bieten, weil es die mentale Arbeit im Sport um eine vertiefte psychosoziale Perspektive erweitert. Sportler:innen, Teams und Organisationen stehen nicht nur vor leistungsbezogenen Herausforderungen, sondern häufig auch vor persönlichen, sozialen oder belastungsbedingten Themen. Eine psychosoziale Beratungskompetenz unterstützt dabei, solche Situationen differenziert einzuordnen, Ressourcen zu stärken und Entwicklungsprozesse verantwortungsvoll zu begleiten. Dadurch können Sport Mental Trainer:innen ihr Angebot fachlich erweitern, komplexere Anliegen professioneller erfassen und sich als qualifizierte Ansprechpersonen für mentale, persönliche und soziale Entwicklungsfragen im sportlichen Umfeld positionieren.
Professional Bachelor und Professional Master – was bedeuten sie eigentlich?
Wichtig zu wissen: Die neuen Bezeichnungen sind keine neuen Abschlüsse.
Niemand erhält automatisch einen akademischen Bachelor oder Master. Vielmehr handelt es sich um offizielle Titelzusätze, die die Einordnung innerhalb der höheren Berufsbildung sichtbar machen. Der bisherige geschützte Abschluss bleibt bestehen und muss weiterhin genannt werden. Beispielsweise:
- Betriebliche Mentorin mit eidg. Fachausweis,
- Professional Bachelor Coach mit eidg. Diplom, Professional Master
- Psychosozialer Berater mit eidg. Diplom, Professional Master
Was bringt das für die Praxis?
Mehr Vertrauen bei Klientinnen und Klienten
Gerade im Mentaltraining und Coaching kaufen Menschen keine Produkte, sondern Vertrauen. Eine transparente Darstellung der eigenen Qualifikation trägt dazu bei, Professionalität und Glaubwürdigkeit zu stärken. Viele Klientinnen und Klienten können einen Zertifikatsabschluss kaum von einer eidgenössischen Qualifikation unterscheiden. Die neuen Titelzusätze schaffen hier mehr Klarheit.
Bessere Positionierung gegenüber Vereinen und Auftraggeber
Vereine, Verbände und Auftraggeber achten bei der Auswahl von Sport Mental Trainer:innen, Coaches und Berater:innen zunehmend auf nachvollziehbare Qualifikationen, professionelle Standards und eine klare Einordnung des Ausbildungsniveaus. Die neuen Titelzusätze erleichtern diese Orientierung und schaffen mehr Transparenz bei Offerten, Projektanfragen, Mandatsvergaben und längerfristigen Kooperationen. Gerade im Vereins- und Auftragsumfeld kann eine eidgenössisch anerkannte Qualifikation dazu beitragen, Vertrauen zu stärken und die eigene fachliche Positionierung überzeugender darzustellen.
Eine Chance für die Positionierung von Sport Mental Trainer:innen
Sport Mental Trainer:innen arbeiten heute in einem Umfeld, das von Leistungsdruck, Veränderung, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung geprägt ist. Die Nachfrage nach professioneller Begleitung wächst – gleichzeitig steigt aber auch die Erwartung an Qualität und fundierte Ausbildung. Die neuen Titelzusätze können helfen,
- die eigene Fachkompetenz sichtbarer zu machen,
- die Unterschiede zu nicht-regulierten Ausbildungen klarer darzustellen,
- die höhere Berufsbildung aufzuwerten,
- Vertrauen bei Kundinnen und Kunden zu stärken,
- die eigene Marktposition professioneller zu kommunizieren.
Fazit
Die Einführung von Professional Bachelor und Professional Master ist für Sport Mental Trainer:innen, Coaches, Supervisor:innen und psychosoziale Berater:innen eine wertvolle Entwicklung. Sie verändert weder die Ausbildungsinhalte noch die bestehenden Abschlüsse. Sie macht jedoch sichtbar, was bereits heute vorhanden ist: eine anspruchsvolle, praxisorientierte und eidgenössisch anerkannte Qualifikation auf Tertiärstufe.
Für Fachpersonen, die mit Sportler und ihrem Umfeld arbeiten, kann dies ein wichtiger Beitrag zu mehr Transparenz, mehr Vertrauen und mehr professioneller Wahrnehmung im Markt sein.
Wer beispielsweise den Abschluss „Betriebliche/r Mentor:in mit eidg. Fachausweis“ besitzt, kann künftig zusätzlich den Titelzusatz «Professional Bachelor» führen. Inhaber:innen eines eidgenössischen Diploms als Coach/Supervisor:in oder Psychosoziale/r Berater:in dürfen künftig den Titelzusatz «Professional Master» verwenden – immer zusammen mit dem geschützten eidgenössischen Titel.
Quellen
- SBFI: Massnahmenpaket zur Stärkung der höheren Berufsbildung [sbfi.admin.ch]
- SBFI: FAQ «Massnahmenpaket Höheren Berufsbildung»: Absolventinnen und Absolventen [sbfi.admin.ch]
- Bundesrat/SBFI: Massnahmen für die höhere Berufsbildung treten am 1. Oktober 2026 in Kraft [sbfi.admin.ch]
- SBFI: «Professional Bachelor»: Weg frei für die politische Diskussion [sbfi.admin.ch]
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Der Autor
Name: Roger Erni
Beruf: Ausbildner / Coach / Trainer
Website: www.sportmentalakademie.com
Motto: “Erfolg ist nicht etwas, das einfach passiert – Erfolg wird erlernt, Erfolg wird trainiert.“
Als erfahrener Mental Trainer und Betreuer von renommierten Sportlern, weiss Roger Erni, Erfolg ist kein Zufall, Erfolg ist lernbar. Roger Erni begleitet bereits seit vielen Jahren Spitzensportler auf ihrem Weg zum Erfolg. Seine stärkste Leidenschaft gebührt der Prozessbeobachtung. Zudem entwickelt und erschafft er gerne ressourcenorientierte Projekte. Er ist der Überzeugung, dass jeder seine gesetzten Ziele erreichen kann. Mit dieser Einstellung öffnet er unseren Kunden die Tore zur spannenden Welt des mentalen Trainings und lässt sie kontinuierlich reflektieren. Die Kunden der Sport Mental Akademie, können mit Roger Erni auf einen sehr erfahrenen Mental Trainer zurückgreifen. Roger Erni berät sie mit hoher Professionalität. Er hat einen sehr hohen Anspruch an seine Coaching Aufgabe und möchte dabei Qualität vermitteln. Seine Stärken bestehen darin, sich gezielt auf ein Individuum einzulassen und zu fördern.



